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S-Printing-Horse Heidelberg

Das S-Printing-Horse wurde vom Bildhauer Jürgen Goertz entworfen und ist mit 13 Metern Höhe, 15 Metern Länge, 4 Metern Breite und 90 Tonnen Gewicht die größte Pferdeskulptur der Welt. Der Entwurf wurde von der Firma Fröhlich Systemautomation GmbH Sondermaschinen- und Vorrichtungsbau mit Sitz im mittelfränkischen Treuchtlingen aus Edelstahl und Aluminium umgesetzt. Dabei kamen verschiedene Bearbeitungsverfahren zum Einsatz, um zur endgültigen Gestalt zukommen. So wurden die Einzelteile gegossen, geschliffen, poliert und teilweise vergoldet, aber auch teilweise mit Metallic-Glimmerlack gespritzt.
Seit 2000 hat die Skulptur ihren Platz vor der Print Media Academy, einem Büro- und Schulungsgebäude der Heidelberger Druckmaschinen AG.

schon gewusst?

Das S-Printing-Horse ist nicht einfach nur eine Pferdeskulptur, sondern symbolisiert die verschiedenen Prozesse in einer Druckerei.

Dieser Beginnt mit dem Scannen der Vorlagen, weshalb die Augen des Pferdes nachts leuchten. Die Löscher im Hals entsprechen Bohrungen in den Seitenwänden einer Druckmaschine, in die die Lager der Druckzylinder gesetzt sind.

Der runde Körper des Pferdes steht für den eigentlichen Druckprozess und der damit verbundenen Rotation der Maschinen. Überwacht natürlich vom dargestellten Kopf des Druckers. Abgeschlossen wird der Druckprozess am Schweif. Dieser stellt zum einen ein abstraktes Buch da, welches abwechselnd in den Farben Cyan, Magenta, Yellow angestrahlt wird und zum anderen ein Gesicht, welches das fertige Buch anschaut und es damit seinem Zweck zuführt. Die drei Farben Cyan, Magenta und Yellow sind die, aus denen sich beim Druck alle anderen beliebigen Farben mischen lassen. Es bedarf also im Grunde nur dieser drei Farben. Aufmerksamen Beobachtern wird auffallen, dass das S-Printing-Horse nur drei Beine hat, diese stehen auch für die eben beschriebenen drei Arbeitsschritte beim Drucken.

Die Skulptur verfügt außerdem über angedeutet Flügel, die ihm zum einen das sehr schnelle Galoppieren erlauben, und damit eine Analogie bilden zum Anspruch der Heidelberger Druckmaschinen AG, sehr schnelle Druckmaschinen zu bauen. Zum anderen wird eine Parallele zu Pegasus, dem geflügelten Pferd der griechischen Mytologie, darstellt, das alle Dichter reiten. Pegasus steht noch heute für dichterische Fantasie. Wer dichtet der schreibt und wer schreibt will auch veröffentlichen, womit wieder der Bogen zum von Gutenberg erfunden Buchdruck geschlagen wird.

Hufabdrücke der Skulptur befinden sich außerdem in Amstetten (Württemberg) am Standort der Gießerei der Heidelberger Druckmaschinen AG und am Standort Ludwigsburg, wodurch der Eindruck vermittelt werden soll, die Skulptur sei in Amstetten losgelaufen. In den gegossenen Hufabdrücken sind reliefartig Fossilien eingearbeitet, die zusätzlich den Bezug zur Schwäbischen Alb mit ihren Fossilien-Fundstätten symbolisieren. Neben verschiedenen realistischen Fossilien tauchen auch Teile des S-Printing Horse selbst als „Fossilien“ in den Hufabdrücken auf.


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