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Alte Brücke Heidelberg

Die Alte Brücke verbindet die Altstadt mit dem Neckarufer am östlichen Ende des Stadtteils Neuenheim. Die erste bekannte Brücke an dieser Stelle bestand komplett aus Holz. Leider wurde sie immer wieder durch Kriege und Hochwasser zerstört und so ließ Kurfürst Karl Theodor eine Steinbrücke aus Neckartäler Sandstein über den Fluss bauen (1786-1788).
Die Alte Brücke ist eines der letzten großen Beispiele für die klassische Brückenbaukunst in Stein. Noch heute stehen auf der Stadtseite das mittelalterlich Brückentor und Teile der Stadtmauer. Auf beiden Erkern der Brücke befinden sich Skulpturen des Bildhauers Konrad Linck.
Deutsche Soldaten sprengten am 29. März 1945 und damit einem die letzten Kriegstage die Neckarbrücken und auch die Alte Brücke. Dank einer Spendenaktion, die lebhaft von der Bürgerschaft unterstütz wurde, konnte am 14. März 1946 der Wiederaufbau beginnen. Die Einweihung fand 1947 statt.

schon gewusst?

Ein besonderes Highlight und beliebtes Fotomotiv ist der Brückenaffe. Die erste Erwähnung eines solchen Affen an der alten Brücke findet sich bereits im 15. Jahrhundert.
Der heutige Affe ist eine Bronzeplastik von Professor Gernot Rumpf und wurde 1979 aufgestellt.

Der Affe ist Sinnbild für Hässlichkeit, Lüsternheit, Schamlosigkeit und Eitelkeit. So kann sein nacktes Hinterteil für Ersteres stehen. Der Spiegel, den er in der linken Hand hält, symbolisiert Eitelkeit, wie auch der Ring, den er an der linken hinteren Hand trägt. Mit der rechten vorderen Hand streckt er uns den Zeigefinger und den kleinen Finger entgegen, bedeutet Abwendung des bösen Blickes. Der Mensch betrachtet spöttisch den Affen, dieser gibt den Spott höhnisch zurück und reduziert den Betrachter auf seine wahre Größe.

Streicht der Besucher über den Spiegel, so soll das Wohlstand bringen. Wer über die ausgestreckten Finger der rechten Hand streicht, kommt zurück nach Heidelberg. Über die Mäuse (das Markenzeichen des Künstlers) streichen, bedeutet viele Kinder.


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