+49 8151 95566
« Selected Highlights in Rhein-Neckar

Universität Heidelberg

Die Universität Heidelberg ist mit ihrer über 600-jährigen Geschichte Deutschlands älteste Universität. Sie wurde 1386 mit dem Leitspruch „Semper apertus – stets offen“ gegründet. Der Leidspruch meint dabei das Buch der Lehre, welches stets offen sein soll und welchen man noch heute im Foyer der alten Uni findet. Dieses Anforderungsprofil wurde durch die Jahrhunderte von bedeutenden Gelehrten in die wissenschaftliche Tat umgesetzt. Dazu zählen der Philosoph Georg Willhelm Friedrich Hegel, der Chemiker Robert Bunsen, der Physiker Hermann von Helmholtz, der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler Max Weber oder der Philosoph Karl Jaspers.
Heute lernen und forschen in den 12 Fakultäten und 14 Sonderforschungsbereichen etwa 28.000 Studierende, mehr als 20 % davon aus dem Ausland. Dies unterstreicht den ausgezeichneten Ruf, den die Universität auf der ganzen Welt hat. Spitzenplätze in anerkannten Rankings belegt die Heidelberger Hochschule dabei in den Bereichen Medizin, Biowissenschaften, Physik, Chemie und der Mathematik.
Seit 2007 zählt die Ruperto Carola oder auch Ruprecht-Karls-Universität zu den Exzellenzuniversitäten.

Alte Aula

Die Aula, der historische Repräsentationssaal der Ruperto Carola, befindet sich in der ersten Etage. Früher diente dieser auch eher der akademischen Lehre, heute wird er von der Universität überwiegend für akademische Feiern genutzt. Auch Konzerte, Vorträge und ähnliche Feierlichkeiten, denen durch das ehrwürdige Ambiente der Aula ein besonderer Glanz verliehen werden soll, finden dort statt.
Zur Fünfhundertjahrfeier der Ruperto Carola im Jahr 1886, wurde die Aula in ihr heutiges Aussehen umgestaltet. Die Pläne dazu entwarf Josef Durm. In der Aula kann man Bildnisse und Büsten Ihrer Gründer, Erneuerer, Förderer und Gelehrten von den Anfängen bis ins 19 Jahrhundert betrachten.

Studentenkarzer

Der Studentenkarzer ist das Studentengefängnis der Universität Heidelberg. Denn seit ihrer Gründung zählt es zu ihren Privilegien, über Ihre Mitglieder selbst Recht sprechen zu können. Seit 1886 beschränkt sich diese Gerichtsbarkeit allerdings nur noch auf Disziplinarverfahren.

Das Gefängnis wurde gegen 1780 eingerichtet und von 1823 bis 1914 genutzt. Die Studenten wurden für Delikte wie heftige Mensuren, nächtliche Ruhestörung oder andere Vergehen gegen die öffentliche Ordnung inhaftiert.

Der Arrest konnte dabei zwischen 3 Tagen und 4 Wochen dauern. Offiziell durften die Inhaftierten Lehrveranstaltungen besuchen und Ihren sonstigen Pflichten als Studenten nachkommen, erst nach Erledigung mussten Sie wieder in Ihre Zelle.

Das Karzerleben galt als recht komfortabel und so wurde die Haft immer mehr dazu genutzt, Vorlesungen zu „schwänzen“. Besonders beliebt bei Studenten war es, sich an Wänden und Decken des Karzers mit Malerei und Gedichten zu verewigen. Bis heute bemüht man sich, diese Hinterlassenschaften zu konservieren und für die Nachwelt zu erhalten.


Mehr Informationen und weitere Flyer erhalten Sie im MPM Prospektständer in der Hotelhalle oder wenden Sie sich an Ihre Hotelrezeption.

MPM Displaysystem