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Gerhard-Marcks-Haus - Museum für moderne und zeitgenössische Bildhauerei

Das Gerhard-Marcks-Haus in Bremen ist das Museum für moderne und zeitgenössische Bildhauerei. Es zählt zu den national und international anerkannten Bildhauermuseen. Den Grundstein dafür legte im Jahr 1969 einer der wichtigsten europäischen Bildhauer des 20. Jahrhunderts: Gerhard Marcks (1889 - 1981). Die Stiftung bewahrt sein Lebenswerk.

Aktuelle Ausstellungen

Bildhauerinnen

Bis 11. August
Künstlerinnen hatten es in Deutschland lange schwer: Viele von ihnen wurden verkannt, nicht wahrgenommen und verschwanden aus dem kunsthistorischen Bewusstsein. Für die vermeintlich "unweiblichste aller Künste", die Bildhauerei, gilt dies besonders. Die Werke von Frauen wurden - bis auf wenige Ausnahmen, wie Käthe Kollwitz, Clara Rilke-Westhoff oder Renée Sintenis - nur vereinzelt von Museen gesammelt.
Erstmals wird nun das bildhauerische Schaffen von vier Künstlergenerationen im 19. und 20. Jahrhundert in den Fokus genommen, um Entwicklungen und Umbrüche der weiblichen Bildhauerei zu markieren. Das Gerhard-Marcks-Haus und die Museen Böttcherstraße zeigen gemeinsam knapp 100 Werke aus 150 Jahren Bildhauerei und von rund 50 Bildhauerinnen. Eine Kooperation mit den Bremer Museen Böttcherstraße und dem Gerhard-Marcks-Haus sowie den Städtischen Museen Heilbronn.

Kosmos Marcks »Wir machen nach Halle« Marguerite Friedlaender und Gerhard Marcks

Bis 11. August
Die Keramikerin und der Bildhauer begegneten sich zum ersten Mal in Weimar. Marguerite Friedlaender (1896–1985) kam 1919 als Schülerin zum Bauhaus, Gerhard Marcks (1889–1981) war dort Leiter der Keramikwerkstatt. Daraus entwickelte sich eine lebenslange Freundschaft, die sich in der Formgebung beider Künstler widerspiegelt. Als Schwerpunkt zeigt die Ausstellung eine Auswahl der Keramiken Friedlaenders – verschiedene Services und Vasen, die heute zu den Inkunabeln des modernen Designs gehören. Ergänzt wird die Schau durch Werke von Gerhard Marcks. Die Ausstellung findet im Rahmen des Bauhausjubiläums »bauhaus100« in Zusammenarbeit mit der Kunsthalle »Talstrasse« in Halle/Saale statt.

Pavillon raumbezogene Kunst zeitgenössischer Künstler Stephanie Baden »Tempietto«

Bis 11. August
Die Hamburger Künstlerin Stephanie Baden (geboren 1962) verwirklicht im Pavillon und im Außenbereich des Gerhard-Marcks-Hauses Installationen mit Grenzsteinen. Angeregt durch die Zickzacklinie der Bremer Wallanlagen, auf der der Pavillon steht, reflektiert sie die Vermessung des Raums und das daraus resultierende Thema der Grenzen. In Zeichnungen und Fotografien (Screenshots) widmet sie sich der veränderten Wahrnehmung unseres Lebensraums durch die Medien. Auch hierbei steht die direkte Umgebung des Museums im Fokus ihrer Arbeiten.

Claudia Piepenbrock

25. August bis 17. November 2019
Claudia Piepenbrock (geb. 1990) schafft eindrucksvolle skulpturale Konstellationen mit einer großen körperlichen Präsenz, die Leichtigkeit und Schwere, Statik und Dynamik vereinen. Alle Aspekte ihres bevorzugten Materials Schaumstoff werden berücksichtigt: er ist bunt, flexibel, weich und bleibt doch stehen, wenn er an eine Wand angelehnt wird. Piepenbrocks Interventionen zielen auf die Veränderung der vorgefundenen Raumsituation und greifen in die Funktion der Räume und die Bewegungsabläufe der Besucher ein. Eine begehbare Form, irgendetwas zwischen Arena, Bühne und Käfig im zentralen Raum des Gerhard-Marcks-Hauses verbindet all diese Elemente.
Claudia Piepenbrock ist Absolventin und Meisterschülerin der Hochschule für Künste Bremen. Sie erhielt 2016 den renommierten Karin Hollweg Preis, der mit einer Präsentation in einem Ausstellungshaus in der Metropolregion verbunden ist. Die Jury war von der plastischen Setzung, sinnlichen Materialität und Körperlichkeit der Arbeiten überzeugt. Das Gerhard-Marcks-Haus ist das auch und zeigt darum die erste große Einzelausstellung der Künstlerin.
Zur Ausstellung erscheint ein zweisprachiger Katalog.


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